Kochen für Starter: So geht´s!

Mal wieder keine Idee zum Kochen? Dabei reichen nur ganz wenige Grundnahrungsmittel und frische Komponenten für die leckersten Gerichte aus.
Ein Artikel von Maria Riedler

Wie starten im eigenen Küchenreich – und worauf sollte man beim Einkauf achten? Viele Menschen essen Fertigprodukte, aus Angst, zu große Vorräte anschaffen zu müssen, um überhaupt kochen zu können. Die PONGAUERIN hat Küchenprofi Ulli Griesser getroffen und mit ihr für Sie ein paar tolle Infos zusammengestellt. Wir stellen hier den Beweis auf, dass die Grundausstattung an Gewürzen und Grundnahrungsmitteln in Ihrer Küche gar nicht so groß sein muss, um damit schnell ein gutes Essen auf den Tisch zu bringen. „In den meisten Fällen ist es so, dass wenn keine Zeit zum Einkaufen da ist, auch nicht viel Zeit zum Kochen bleibt“, so Küchenmeisterin Ulli Griesser. „Nach einem anstrengenden Arbeitstag knurrt der Magen. Dann ist auch noch der Kühlschrank leer und man mag sich nicht ewig lang in die Küche stellen, um was Feines zu kochen“. Aber was geht jetzt wirklich schnell als Alternative zum Burger vom Schachtelwirt und vor allem: Was löst das große Problem HUNGER?

Ullis Tipp

Um einigermaßen vernünftig kochen und auch aus dem Stegreif agieren zu können, sollten folgende Lebensmittel in Ihrer Küche nicht fehlen. „Schauen Sie, dass Sie zumindest ab und zu den Vorrat mit klassischen Trockenwaren auffüllen“, so Ulli Griesser, auch Vorstand der Salzburger Köche vom Verband der Köche Österreichs. Dazu gehören Zucker, Mehl, Reis, Nudeln, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Öl, Essig, Gewürze, länger haltbare Milchprodukte, Eier, Gemüse (auch in Form von Tiefkühlware oder eingelegt), Zwiebel, Knoblauch, Kartoffeln und Karotten haben ja auch eine längere Haltbarkeit. Und wenn es keine frischen Tomaten gibt, dann steht im Kasten auch eine Dose Pelati, ein Glas eingelegte Sardellen, Oliven oder Kapern.

Küchenprofi Ulli Griesser
Foto: WKS

Zu empfehlen ist ein Vorrat an tiefgekühltem Gemüse. Manche Tiefkühl-Lebensmittel sind den frischen sogar überlegen. So kann zum Beispiel Tiefkühlgemüse mehr Vitamin C enthalten als „frisches“. Denn es wird sofort nach der Ernte blanchiert und eingefroren. So bleiben die empfindlichen Vitamine besser erhalten, als wenn das Gemüse tagelang im Supermarkt oder zu Hause in der Küche herumliegt. Mit Gemüse und verschiedenen getrockneten Kräutern können Sie viele Speisen aufwerten und ihnen geschmacklich den letzten Pfiff geben. „Ich finde, dass ein frischer regional geernteter Spinat besser ist, als jeder Biospinat aus dem Ausland. Frische Produkte haben immer Vorrang und wenn Zeit zum Einkaufen vorhanden ist, gehören auch frischer Fisch, Fleisch sowie Salat und Obst zu einem bunten, abwechslungsreichen Speiseplan. Ein selbstgemachtes Pesto oder Tomatensugo kann man sich ja immer auf Vorrat lagern“, meint Profi Ulli Griesser, die öfters auch mal bei ihren Kunden daheim kocht oder die verschiedensten Kochkurse anbietet. Damit Sie jetzt auf den Geschmack kommen, liebe Leserinnen und Leser, kommt hier eine kleine Auswahl an köst-lichen und einfachen Rezepten von „Ulli´s feine Küche“.

Foto: beataaldridge - fotolia.com
Foto: beataaldrige – fotolia.com

Spaghetti mit Tomaten, Kapern und Sardellenfilets

Zutaten (2 Personen)

ca. 400 g Spaghetti, roh, 1 Stk. Zwiebel, fein geschnitten, 2 Stk. Knoblauchzehen, fein geschnitten, 12 Stk. Getrocknete Tomaten in Öl eingelegt, in Streifen geschnitten, 2 EL Kapern, 12 Stk. Sardellenfilets in Öl, klein geschnitten, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Parmesan

Zubereitung

Wasser zum Kochen bringen, salzen, Spaghetti laut Produktbeschreibung al dente kochen. In der Zwischenzeit Pfanne erhitzen, etwas Olivenöl hineingeben, Zwiebel und Knoblauch darin kurz anschwitzen, getrocknete Tomaten, Kapern und Sardellenfilets dazugeben und durch schwenken. Bei Bedarf würzen. Die gekochten, abgeseihten Spaghetti dazugeben und gut durchrühren. Mit frisch geriebenem Parmesan servieren.

Foto: A_Lein - fotolia.com
Foto: A_Lein – fotolia.com

Quinoa-Laibchen

Zutaten (ca. 12 Stück)

100 g Quinoa, 250 ml Gemüsefond, 40 g Schalotten, 1 Stk. Knoblauchzehe, 30 g Parmesan, gerieben, 50 g Semmelbrösel, 40 g Gemüse, feinst würfelig geschnitten , 1 Stk. Eidotter, Salz, Kräuter oder Gewürze wie Koriander oder Curry, Olivenöl

Zubereitung

Topf erhitzen, etwas Olivenöl hineingeben, fein geschnittene Zwiebel und Knoblauch darin glasig anschwitzen, Quinoa hinzufügen, kurz mitschwitzen und mit Gemüsefond aufgießen, einmal aufkochen und quellen lassen (evtl. noch etwas Gemüsefond nachgießen – zum Schluss darf keine Flüssigkeit mehr übrig sein). Quinoamasse überkühlen, mit den restlichen Zutaten vermengen. Laibchen formen und in heißem Olivenöl braten. Als Beilage marinierten Blattsalat und Kräuter-Sauerrahm servieren. Auch ein gebratenes Fischfilet passt hier sehr gut dazu.

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