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Kooperation für Flüchtlinge

Die Gemeinden Pfarrwerfen, Bischofshofen, Werfen und Werfenweng richten seit April neue Flüchtlingsquartiere ein. Dafür haben sie eine Kooperation gegründet. Insgesamt werden 25 Kriegsflüchtlinge auf die vier Gemeinden aufgeteilt.

In all diesen Gemeinden wurden die Bürgerinnen und Bürger informiert und bereits Wohnungen zur Unterbringung gefunden. Die Flüchtlinge werden in kleineren Gruppen von jeweils sechs bis acht Personen auf die vier Gemeinden aufgeteilt. Die Bewohner der Gemeinden nahmen das Projekt von Beginn an positiv auf. Pfarrwerfens Bürgermeister Bernhard Weiss (ÖVP) freute sich über die positive Stimmung. „In der Bevölkerung ist die Akzeptanz da, dass man auch in den Gemeinden etwas tun muss.“ Beim Empfang der ersten fünf Flüchtlinge aus Syrien war die Stimmung sehr bewegt: „Diese Männer haben eine lange Flucht vor dem Krieg hinter sich und haben uns traurig einige Bilder ihrer Kinder und Frauen gezeigt“, schildern die ehrenamtlichen Helferinnen, Christine Zwerschina und Marianne Huber.

Um die 25 Flüchtlinge bestmöglich versorgen zu können, kümmert sich eine eigene Betreuerin um sie, sagte etwa der Bürgermeister von Bischofshofen, Hansjörg Obinger (SPÖ): „Diese Betreuungsperson spricht nicht nur Englisch und Französisch, sondern verfügt auch über Arabisch-Kenntnisse. Somit ist die Verständigung sichergestellt.“ Die Betreuerin wird sich im Ausmaß von 25 Wochenstunden um die Flüchtlinge im nördlichen Pongau kümmern.

„Sie werden nicht lange bleiben und sollen bald auf eigenen Füßen stehen können. Dafür müssen sie gut betreut werden“, so Zwerschina. Um dies zu gewährleisten, haben sich die Pfarrgemeinderäte und Bürgermeister dieser Gemeinden dazu entschlossen, eine gemeinsame Organisation für die Flüchtlingshilfe zu gründen. Auf Initiative der lokalen Pfarrgemeinderäte und in Zusammenarbeit mit der Caritas Salzburg unterstützten die Gemeinden des nördlichen Pongaus das Land bei der Suche nach Quartieren für die Kriegsflüchtlinge. Je nach Wohnung werden maximal acht Flüchtlinge in einer Gemeinde untergebracht. Dadurch ist auch eine gute Integration vor Ort möglich.

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