stimmer_pongau_gipfelsturmer

Pongauer Gipfelstürmer auf Skiern

Das Skitouren-Gehen boomt als Freizeitsport enorm. Als Wettkampfsport wird es erst seit einigen Jahren bei uns stärker wahrgenommen. Doch auch das wird sich bald ändern, denn Skibergsteigen steht als potenzielle olympische Disziplin auf der Agenda des IOC.

Der Pongau stellt schon seit vielen Jahren starke Sportlerinnen und Sportler, die bei den Weltcup-Veranstaltungen stets vorne mit dabei sind. Wie etwa der Bischofshofener Thomas Wallner. Der 36-jährige Top-
athlet des Skibergsteigens ist eigentlich über das Radfahren zu dieser Disziplin gestoßen. In Bischofshofen hat er gemeinsam mit Markus Stock, der Bergrettung und dem Tourismusverband schon vor elf Jahren die Bedeutung dieser neuen Sportart erkannt. Das Team etablierte die „Hochkönigstrophy“ als wichtige, lokale Sportverstaltung. Heute nennt sich der Bewerb „Erztrophy“ und ist eine internationale Wettkampfveranstaltung und „eines der größten und bedeutendsten Rennen des Skibergsteigens in Österreich“, so Wallner.

Obwohl die Mühlen im Skibergsteigen etwas langsamer mahlen, gibt es auch hier in den letzten Jahren verstärkt Jugendnachwuchsarbeit für die – hoffentlich – künftige olympische Disziplin. Der Pionier Thomas Wallner wird zwar selbst nicht mehr an einem olympischen Wettkampf teilnehmen, doch sein sportliches und organisatorisches Wissen und Know-how wird unbedingt gefragt sein.

Für die heurige Saison ist es Wallners Ziel, sich für die Weltcup-Veranstaltungen im Februar wieder zu qualifizieren; gut vorbereitet ist er jedenfalls. „Es macht mir immer noch enormen Spaß“, meint er. Die Gipfel stürmt der Alpinpolizist Wallner zu Trainingszwecken oft vor Dienstbeginn. Das Genießen der Bergwelt, wie etwa einen Sonnenaufgang am Hochkönig, das gehört für Wallner jedoch unbedingt dazu. „Während andere einen Gipfel erklimmen, genieße ich in dieser Zeit halt vielleicht drei“, schwärmt er bescheiden.

Dolomitenmann aus Werfenweng

Der Werfenwenger Athlet Jakob Herrmann ist nicht nur eine Größe im Nationalteam des österreichischen Skibergsteigens, sondern das Multitalent Herrmann kennt man auch vom Red Bull Dolomitenmann. „Der härteste Teambewerb unter der Sonne“ – so wird dieser auch genannt. Berglauf, Paragleiten, Mountain-
biken und Kajak fahren – diese Herausforderungen müssen die Teilnehmer bewältigen. Im vergangenen Sommer holte sich das Team mit Jakob Herrmann beim spektakulären alpinen Staffelwettkampf den Sieg. Der Top-Paragleiterpilot Jakob Herrmann „erflog“ den Sieg des Red Bull Dolomitenmann 2014. Der 27-Jährige ist seit 2009 im Nationalteam der österreichischen Skibergsteiger.

Bei den Damen ist im Pongau die 18-jährige St. Johannerin Ina Forchthammer das überragende Nachwuchstalent: „Mit elf Jahren bekam ich eine Skitourenausrüstung und ging mit meinem Vater viele Touren, vor allem im freien Gelände. Da ich mit Begeisterung an Laufbewerben teilnehme, wollte ich unbedingt auch einmal bei einem Skitourenrennen mitmachen. Noch im selben Winter startete ich bei meinem ersten Skitourenwettbewerb.“ Nach der Teilnahme an einem internationalen Jugendcamp ist die junge Skibergsteigerin international und national äußerst erfolgreich und man wird – von ihr und hoffentlich auch den beiden anderen Pongauern – bestimmt in Zukunft noch viel hören!

Alle Beiträge aus Aktuelles


Facebook Icon