Rein ins private Schwimmvergnügen!

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Rein ins private Schwimmvergnügen!

Aber wie soll das Schwimmvergnügen zuhause aussehen? Soll´s ein vornehmer Pool sein, vielleicht gar ein Schwimmkanal mit Gegenstromanlage, oder ist vielleicht doch der naturnahe Schwimmteich die bessere Variante? Vorteile und Nachteile sind abzuwägen und dabei die Kosten, auch des Betriebs, zu berücksichtigen.
Ein Artikel von René Herndl

Zur grundsätzlichen Entscheidung ob Pool oder Teich kommt dann noch die Frage, wie groß und teuer der Pool und die dazu passende Technik überhaupt sein dürfen? Und kann man da auch selbst ein bisserl Hand anlegen, um die Kosten zu reduzieren? Es gilt, viele Voraussetzungen und Möglichkeiten zu beachten. Eins ist jedoch sicher: Die Erfrischungs- und Schwimm-Möglichkeit im eigenen Garten ist sicher auch ein reizvoller Blickfang, der das Zuhause beträchtlich aufwertet. Und der sehr individuell gestaltet werden kann, von ganz modern bis zum Biotop.

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Fotos: Thomas Burger Gartenarchitektur

Breites Angebot und Zubehör

Das Angebot an vorgefertigten Schwimmbecken ist ziemlich groß. Da gibt es neben den ganz einfachen, etwas größeren Badewannen zum Aufstellen z.B. Stahlwandbecken – rund und oval – die relativ einfach erstellt werden können und eher eine Variante für Preisbewusste darstellen. Bei den ebenfalls angebotenen „Styropor- Massivstein Rechteckbecken“ braucht es kein aufwändiges Verschalen, Verputzen und Isolieren, sie sind also ebenfalls eher kostengünstig. Der moderne Klassiker unter den Fertig-Pools ist, so sagen einige Pool-Händler, das Polyesterbecken mit Keramikkern. Diese werden in Handarbeit produziert, wobei der Aufbau in mehreren Schichten erfolgt und die Pools einen doppelten Boden haben. Die wahrscheinlich schönste Art, sich seinen Traum vom eigenen Pool zu erfüllen, ist jedoch ein so genanntes Überlaufbecken. Das über die Rinne laufende Wasser sorgt für einen einzigartigen optischen Effekt! Dass im Prinzip jede Form, Größe und Tiefe eines Pools von Hand erstellt werden kann, ist klar, wobei der extreme Individualismus sicher der teuerste Weg zum Badevergnügen ist. Bei allen Pools stellt sich auch die Frage nach der technischen Zusatzausstattung, etwa der Poolüberdachung, einer Solarheizung, Wärmepumpe, eines Wärmetauschers, ob man einen Bodensauger, eine Gegenstromanlage haben möchte, welcher Art und Qualität die Filteranlage, die Wasseraufbereitung sein soll, ob auch eine Dusche am Becken installiert werden soll …

Ein ganz spezieller Fall ist der Salzwasserpool, der immer mehr Freunde findet. Das biologisch und chemiefrei aufbereitete Salzwasser entspannt und vitalisiert den Körper, hat also neben der körperlichen Bewegung einen weiteren Gesundheitsaspekt inkludiert. Prinzipiell aber gilt beim eigenen Schwimmbad: Alles ist möglich und das nur eine Frage des Preises.

GrossboetzlTeiche oder Bio-Pools

Zum Zweck der Erfrischung und des Schwimmvergnügens gibt es aber auch eine andere Variante, die sich steigender Beliebtheit erfreut: den Schwimmteich bzw. den Bio-Pool. Hier geht es, so ein Anbieter, um „das Prinzip des harmonischen Miteinanders“ von Natur und Badebereich. Hier bauen Pflanzen und Mikroorganismen Verunreinigungen und überschüssige Nährstoffe (meist) ohne Chemieeinsatz ab. Die Vorteile und Annehmlichkeiten einer solchen Anlage sind offensichtlich: Wenig Beton, viel Natur, der Schwimmteich wird zum Teil des Gartens samt blühenden Pflanzen und sogar Tieren. Auch die Erhaltungskosten sind generell niedriger, weil kein Wasserwechsel vorgenommen werden muss, und die Umweltbelastungen sind praktisch bei null. Auch die technischen Einrichtungen sind günstiger, weil weniger aufwändig bei der Errichtung wie auch im Betrieb. Ein fachgerecht gebauter Schwimmteich zeichnet sich durch das biologische Gleichgewicht aus und verursacht kaum Pflegeaufwand. Auch der geringe technische Aufwand bei Schwimmteichen der Kategorie zwischen Pool und Naturteich, nämlich kleine Pumpen, sind lediglich eine Hilfe, die Wasseroberfläche regelmäßig von Biomasse zu reinigen, greifen aber nicht in die Natur ein. Ein sogenannter „Biopool“ dagegen ist optisch kaum von einem herkömmlichen Swimmingpool zu unterscheiden, jedoch geschieht die Wasseraufbereitung ebenfalls vollbiologisch. So können Sie mit der Bio-Poolanlage in natürlichem, „lebendem“ Wasser baden. Und diese Anlage fügt sich sowohl harmonisch in den Garten ein, wie sich auch ein Betriebskostenvorteil gegenüber herkömmlichen Pools ergibt. Der einzige Nachteil, der bei Schwimmteichen und vergleichbaren Anlagen auffällt, ist jener der Optik, nämlich, dass das weiche und gesunde Wasser scheinbar nicht so klar und rein ist, wie das eines chemisch gereinigten und technisch voll ausgestatteten Pools.

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Entscheidungshilfe

Wer also einen ausreichend großen Garten sein Eigen nennt und den Sommer planschend und schwimmend ebendort verbringen möchte oder sich schlicht eine Erfrischungsmöglichkeit schaffen will, der sollte unbedingt den Rat eines oder mehrerer Fachleute suchen. Mehrerer deshalb, weil die Vertreter der „Poolfraktion“ wohl eher die Vorzüge ihrer Produkte in den Vordergrund stellen werden und die „Bio“-Anhänger von ihren Ideen überzeugt sind. Vielleicht ist gerade eine Zwischenlösung für Sie die richtige? Jedenfalls aber sollten Sie in allen Fällen Fachleute engagieren, weil Ihnen Pfusch sehr schnell die Freude am Pool oder Teich vergällen kann.

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